Was macht einen guten Inklu­si­ons­schwimm­leh­rer aus?

Ein guter Inklu­si­ons­schwimm­leh­rer weiß, dass alle Kin­der nach den­sel­ben grund­le­gen­den Prin­zi­pi­en schwim­men ler­nen. Der Weg dort­hin kann indi­vi­du­ell sein – die Basis bleibt jedoch gleich: die Ent­wick­lung der fünf Grund­fä­hig­kei­ten im Was­ser.

Die­se sind:

  • Atmen
  • Tau­chen
  • Sprin­gen
  • Schwe­ben
  • Glei­ten

Die­se Fähig­kei­ten bil­den die Grund­la­ge für Was­ser­ge­wöh­nung, Was­ser­si­cher­heit und spä­te­res Schwim­men­ler­nen – unab­hän­gig davon, ob ein Kind mit oder ohne Behin­de­rung lernt.

Ein guter Inklu­si­ons­schwimm­leh­rer ver­steht dabei, dass siche­res Schwim­men nicht mit einer per­fek­ten Schwimm­tech­nik gleich­zu­set­zen ist. Sicher­heit im Was­ser ent­steht nicht durch feh­ler­freie Arm- und Bein­be­we­gun­gen, son­dern durch das Ver­trau­en in die eige­nen Fähig­kei­ten und das Ver­ständ­nis der Eigen­schaf­ten des Was­sers.

Kin­der müs­sen erfah­ren:

  • ✔️ Das Was­ser trägt mich.
  • ✔️ Ich kann atmen und unter­tau­chen.
  • ✔️ Ich kann ins Was­ser sprin­gen und wie­der auf­tau­chen.
  • ✔️ Ich kann schwe­ben und glei­ten.
  • ✔️ Ich kann mich selbst­stän­dig im Was­ser bewe­gen.

Wie die­se Fort­be­we­gung aus­sieht, ist zunächst zweit­ran­gig. Ob Brust­schwim­men, Rücken­schwim­men oder eine indi­vi­du­el­le Bewe­gungs­form – ent­schei­dend ist, dass sich das Kind sicher, selbst­stän­dig und angst­frei im Was­ser bewe­gen kann.

Ein guter Inklu­si­ons­schwimm­leh­rer rich­tet sei­nen Fokus des­halb auf Was­ser­kom­pe­tenz statt Tech­nik­per­fek­ti­on. Er schafft Lern­be­din­gun­gen, in denen jedes Kind Erfolgs­er­leb­nis­se sam­meln kann und die Mög­lich­keit erhält, sein eige­nes Ver­trau­en ins Was­ser auf­zu­bau­en.

Genau dar­in liegt der Kern inklu­si­ver Schwimm­päd­ago­gik: Alle Kin­der ler­nen nach den­sel­ben Prin­zi­pi­en, aber jedes Kind darf sei­nen eige­nen Weg fin­den, die­se Fähig­kei­ten zu ent­wi­ckeln.