Eine Schwimmlehrerin und ein Kind mit Schwimmnudel lachen gemeinsam im Wasser

Inklu­si­ve Schwimm­lern­an­ge­bo­te für alle fin­den!

Unsere Kursangebote

Schwim­men öff­net Wel­ten

Was­ser ist mehr als ein Bewe­gungs­raum – es ist ein Ort des Ver­trau­ens, der Frei­heit und des Mit­ein­an­ders. Für Kin­der und Men­schen mit Beein­träch­ti­gung bie­tet das Was­ser ein­zig­ar­ti­ge Mög­lich­kei­ten, den eige­nen Kör­per neu zu erle­ben, sich sicher zu füh­len und über sich hin­aus­zu­wach­sen.

In inklu­si­ven Schwimm­kur­sen geht es nicht zuerst um Leis­tung, son­dern um das Ankom­men im Was­ser. Um das Stau­nen über Auf­trieb und Bewe­gung, um spie­le­ri­sches Ent­de­cken, um Freu­de. Das Was­ser trägt, ver­bin­det und schafft Erfah­run­gen, die an Land oft nicht mög­lich sind.

Gemein­sa­mes Schwim­men för­dert Begeg­nung, stärkt Selbst­ver­trau­en und baut Bar­rie­ren ab – ganz selbst­ver­ständ­lich. Kin­der erle­ben Zuge­hö­rig­keit, knüp­fen Kon­tak­te und ent­wi­ckeln Mut, Neu­es aus­zu­pro­bie­ren. Beson­ders für Kin­der mit kogni­ti­ven Beein­träch­ti­gun­gen eröff­net das Was­ser neue Zugän­ge zur Welt und eine inten­si­ve Ver­bin­dung zwi­schen Kör­per, Wahr­neh­mung und Umwelt.

Schwim­men schenkt Sicher­heit, Lebens­freu­de und wich­ti­ge Impul­se für die per­sön­li­che Ent­wick­lung. Jeder klei­ne Fort­schritt zählt – vom ers­ten Ein­tau­chen bis zum selbst­stän­di­gen Bewe­gen im Was­ser. Und manch­mal beginnt genau hier etwas ganz Gro­ßes.”

Was macht einen guten Inklu­si­ons­schwimm­leh­rer aus?

Ein guter Inklu­si­ons­schwimm­leh­rer weiß, dass alle Kin­der nach den­sel­ben grund­le­gen­den Prin­zi­pi­en schwim­men ler­nen. Der Weg dort­hin kann indi­vi­du­ell sein – die Basis bleibt gleich: die fünf Grund­fä­hig­kei­ten im Was­ser. Ent­schei­dend ist Was­ser­kom­pe­tenz, nicht Tech­nik­per­fek­ti­on.

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Kann ich als erwach­se­ner Nicht­schwim­mer mit Beein­träch­ti­gung schwim­men ler­nen?

Ein erwach­se­ner Nicht­schwim­mer kann eben­falls erfolg­reich schwim­men ler­nen. Die Schwimm­phy­sik wirkt auf jeden Men­schen, egal wel­chen Alters. Bewe­gungs­ab­lauf und Tech­nik der ein­zel­nen Schwimm­sti­le sind bei Erwach­se­nen iden­tisch zu denen der Kin­der.

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Häu­fi­ge Fra­gen rund ums Schwim­men­ler­nen

Rund um das Schwim­men­ler­nen ran­ken sich vie­le Mythen und alte Weis­hei­ten. Hier wol­len wir des­halb häu­fig gestell­te Fra­gen beant­wor­ten.

Wann ist ein inklu­si­ver Eltern-Kind-Kurs für Fami­li­en mit beein­träch­tig­ten Kin­dern sinn­voll?

Vie­le Eltern von Kin­dern mit Beein­träch­ti­gun­gen wün­schen sich für ihr Kind vor allem eines: dazu­ge­hö­ren. Gleich­zei­tig stel­len sie sich die Fra­ge, ob ein Kurs den indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen ihres Kin­des gerecht wer­den kann. Genau hier kön­nen inklu­si­ve Eltern-Kind-Kur­se eine wert­vol­le Unter­stüt­zung sein.
Wenn Eltern sich Begeg­nun­gen auf Augen­hö­he wün­schen

Kin­der mit und ohne Beein­träch­ti­gung spie­len, ent­de­cken und ler­nen gemein­sam. Dadurch ent­ste­hen natür­li­che Kon­tak­te, die zei­gen: Jedes Kind ist ein wich­ti­ger Teil der Gemein­schaft.

Beson­ders wert­voll ist dabei die Kon­ti­nui­tät

Wäh­rend Kin­der ohne Beein­träch­ti­gung die Grup­pe häu­fig alters- oder ent­wick­lungs­be­dingt ver­las­sen und neue Kin­der hin­zu­kom­men, kön­nen Kin­der mit Beein­träch­ti­gung oft über einen län­ge­ren Zeit­raum in der­sel­ben Grup­pe blei­ben. So erhal­ten sie die Zeit, die sie für ihre Ent­wick­lung benö­ti­gen. Sie kön­nen in ihrem eige­nen Tem­po ler­nen, Bezie­hun­gen auf­bau­en und Erfah­run­gen sam­meln – ohne Druck und ohne stän­dig mit Erwar­tun­gen oder Ver­glei­chen kon­fron­tiert zu wer­den.
Wenn das Kind sozia­le Erfah­run­gen sam­meln möch­te

Durch die wech­seln­de Grup­pen­zu­sam­men­set­zung ent­ste­hen immer wie­der neue Begeg­nun­gen und Lern­mög­lich­kei­ten. Gleich­zei­tig bie­tet die ver­trau­te Umge­bung Sicher­heit und Ori­en­tie­rung. Kin­der kön­nen ihre Fähig­kei­ten fes­ti­gen, Erfol­ge erle­ben und mit Freu­de Neu­es aus­pro­bie­ren.
Wenn Eltern Unter­stüt­zung und Aus­tausch suchen

Der Kon­takt zu ande­ren Fami­li­en kann Mut machen, neue Per­spek­ti­ven eröff­nen und das Gefühl ver­mit­teln, mit den eige­nen Her­aus­for­de­run­gen nicht allein zu sein.

Wenn die Rah­men­be­din­gun­gen stim­men

Ent­schei­dend ist, dass die Kurs­lei­tung auf unter­schied­li­che Bedürf­nis­se ein­ge­hen kann, aus­rei­chend Zeit mit­bringt und Ange­bo­te fle­xi­bel gestal­tet. Inklu­si­on bedeu­tet nicht, dass alle Kin­der das­sel­be tun müs­sen, son­dern dass jedes Kind auf sei­ne Wei­se teil­neh­men kann.

Fazit

Ein inklu­si­ver Eltern-Kind-Kurs bie­tet Kin­dern mit Beein­träch­ti­gung die Mög­lich­keit, sich in einer wert­schät­zen­den Gemein­schaft zu ent­wi­ckeln – mit Zeit, Freu­de und ohne Leis­tungs­druck. Wäh­rend ande­re Kin­der wei­ter­zie­hen und neue hin­zu­kom­men, dür­fen sie so lan­ge blei­ben, wie sie von der Grup­pe pro­fi­tie­ren. Dadurch ent­ste­hen Erfolgs­er­leb­nis­se, Selbst­ver­trau­en und das Gefühl: Ich bin genau rich­tig, so wie ich bin. 💛

Was macht einen guten Inklu­si­ons­schwimm­leh­rer aus?

Ein guter Inklu­si­ons­schwimm­leh­rer weiß, dass alle Kin­der nach den­sel­ben grund­le­gen­den Prin­zi­pi­en schwim­men ler­nen. Der Weg dort­hin kann indi­vi­du­ell sein, die Basis bleibt jedoch gleich: die fünf Grund­fä­hig­kei­ten im Was­ser – Atmen, Tau­chen, Sprin­gen, Schwe­ben und Glei­ten.

Siche­res Schwim­men ist dabei nicht mit einer per­fek­ten Schwimm­tech­nik gleich­zu­set­zen. Sicher­heit im Was­ser ent­steht durch Ver­trau­en in die eige­nen Fähig­kei­ten und das Ver­ständ­nis der Eigen­schaf­ten des Was­sers.

Ein guter Inklu­si­ons­schwimm­leh­rer rich­tet sei­nen Fokus des­halb auf Was­ser­kom­pe­tenz statt Tech­nik­per­fek­ti­on. Alle Kin­der ler­nen nach den­sel­ben Prin­zi­pi­en, aber jedes Kind darf sei­nen eige­nen Weg fin­den, die­se Fähig­kei­ten zu ent­wi­ckeln.

Wie kann ich Inklu­si­ons­schwimm­leh­rer wer­den?

Wenn du Inklu­si­ons­schwimm­leh­rer wer­den möch­test, bie­tet der Deut­sche Schwimm­leh­rer­ver­band (DSLV) eine spe­zi­el­le Zusatz­qua­li­fi­ka­ti­on an: „DSLV geprüfte*r Inklusionsschwimmlehrer*in“. Die­se Wei­ter­bil­dung rich­tet sich an bereits aus­ge­bil­de­te Schwimm­leh­re­rin­nen und Schwimm­leh­rer, die Men­schen mit Behin­de­run­gen pro­fes­sio­nell im Was­ser beglei­ten und unter­rich­ten möch­ten.

Vor­aus­set­zun­gen

Für die Zulas­sung benö­tigst du eine abge­schlos­se­ne Schwimm­leh­rer­aus­bil­dung mit min­des­tens 60 Unter­richts­ein­hei­ten (UE). Mit einer abge­schlos­se­nen Aus­bil­dung zum Schwimm­leh­rer­as­sis­ten­ten von min­des­tens 30 UE kann an der­sel­ben Aus­bil­dung teil­ge­nom­men wer­den, sie wird dann aber mit dem Inklu­si­ons­schwimm­leh­rer­as­sis­ten­ten abge­schlos­sen.

Auf­bau der Aus­bil­dung

Die Qua­li­fi­zie­rung umfasst ins­ge­samt 36 Unter­richts­ein­hei­ten und besteht aus:

24 UE Online-Selbst­stu­di­um über eine Lern­platt­form
8 UE Theo­rie in Prä­senz
4 UE Pra­xis im Was­ser mit prak­ti­schen Übun­gen und Begeg­nun­gen mit Kin­dern bzw. Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen
einem digi­ta­len Auf­takt­mee­ting vor Beginn der Aus­bil­dung

Inhal­te

Die Aus­bil­dung ver­mit­telt Wis­sen über die gän­gigs­ten Beein­träch­ti­gun­gen und deren Aus­wir­kun­gen auf den Bewe­gungs­raum Was­ser.

Ein beson­de­rer Schwer­punkt liegt dar­auf, Berüh­rungs­ängs­te abzu­bau­en und Sicher­heit im Umgang mit Men­schen mit Behin­de­run­gen zu gewin­nen. Der DSLV betont aus­drück­lich, dass kei­ne star­ren Kon­zep­te ver­mit­telt wer­den, son­dern Hand­lungs­si­cher­heit und Pra­xis­er­fah­rung.
War­um die­se Qua­li­fi­ka­ti­on sinn­voll ist

Der Bedarf an inklu­si­ven Schwimm­an­ge­bo­ten wächst. Vie­le Schwimm­lehr­kräf­te füh­len sich im Umgang mit Kin­dern und Erwach­se­nen mit Behin­de­run­gen noch unsi­cher. Genau hier setzt die DSLV-Aus­bil­dung an und ver­mit­telt die fach­li­chen und päd­ago­gi­schen Grund­la­gen, um Schwim­men für alle zugäng­lich zu machen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und die Bewer­bungs­un­ter­la­gen fin­dest du auf der Sei­te zur Aus­bil­dung: DSLV geprüfte*r Inklusionsschwimmlehrer*in

Unser Schwimm­ver­ein möch­te inklu­si­ver wer­den – wo fan­gen wir an?

Inklu­si­on beginnt nicht mit einer spe­zi­el­len Grup­pe oder einem beson­de­ren Kurs. Inklu­si­on beginnt mit der Hal­tung, dass jeder Mensch das Recht hat, am Schwim­men teil­zu­neh­men und Schwim­men zu ler­nen.

Vie­le Ver­ei­ne den­ken zunächst an zusätz­li­che Ange­bo­te für Men­schen mit Behin­de­run­gen. Oft ist der ers­te Schritt jedoch viel ein­fa­cher: Bestehen­de Ange­bo­te so zu gestal­ten, dass mehr Men­schen dar­an teil­neh­men kön­nen. Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se:
Trai­ner und Übungs­lei­ter sen­si­bi­li­sie­ren und qua­li­fi­zie­ren

Fach­wis­sen schafft Sicher­heit. Fort­bil­dun­gen, wie bei­spiels­wei­se die Qua­li­fi­zie­rung zum Inklu­si­ons­schwimm­leh­rer beim Deut­schen Schwimm­leh­rer­ver­band e. V., hel­fen dabei, Berüh­rungs­ängs­te abzu­bau­en und Hand­lungs­si­cher­heit zu gewin­nen.
Offen auf Fami­li­en zuge­hen

Eltern wis­sen oft sehr genau, wel­che Unter­stüt­zung ihr Kind benö­tigt. Ein offe­nes Gespräch vor Kurs­be­ginn schafft Ver­trau­en und hilft, pas­sen­de Rah­men­be­din­gun­gen zu gestal­ten.
Den Fokus auf Was­ser­kom­pe­tenz legen

Alle Kin­der ler­nen über die­sel­ben Grund­la­gen: Atmen, Tau­chen, Sprin­gen, Schwe­ben und Glei­ten. Nicht die per­fek­te Schwimm­tech­nik steht am Anfang, son­dern die siche­re und selbst­stän­di­ge Bewe­gung im Was­ser.
Offe­ne Eltern-Kind-Kur­se als Bei­spiel für geleb­te Inklu­si­on

Ein nied­rig­schwel­li­ges und erfolg­rei­ches Modell sind offe­ne Eltern-Kind-Schwimm­kur­se. Hier ler­nen Kin­der gemein­sam mit ihren Bezugs­per­so­nen und kön­nen sich ent­spre­chend ihres indi­vi­du­el­len Ent­wick­lungs­stan­des mit dem Was­ser ver­traut machen. Sol­che Kurs­kon­zep­te ent­las­ten gleich­zei­tig die Trai­ner, da Eltern aktiv in den Lern­pro­zess ein­ge­bun­den sind und ihre Kin­der direkt unter­stüt­zen kön­nen. Dar­über hin­aus ent­ste­hen wert­vol­le Begeg­nun­gen zwi­schen Fami­li­en. Gera­de Eltern von Kin­dern mit beson­de­ren Bedürf­nis­sen erle­ben häu­fig, dass sie mit ihren Fra­gen und Her­aus­for­de­run­gen nicht allein sind. Der Aus­tausch unter­ein­an­der stärkt, schafft Gemein­schaft und för­dert gegen­sei­ti­ge Unter­stüt­zung. Die Kin­der pro­fi­tie­ren davon, dass sie ohne Leis­tungs­druck und Ver­glei­che in ihrem eige­nen Tem­po ler­nen dür­fen.
Bar­rie­ren erken­nen und abbau­en

Manch­mal sind es nicht die Beein­träch­ti­gun­gen selbst, son­dern orga­ni­sa­to­ri­sche oder räum­li­che Hür­den, die eine Teil­nah­me erschwe­ren. Schon klei­ne Anpas­sun­gen kön­nen einen gro­ßen Unter­schied machen.
Viel­falt sicht­bar machen

Men­schen füh­len sich dort will­kom­men, wo sie sich wie­der­fin­den. Inklu­si­ve Bil­der, eine kla­re Will­kom­mens­kul­tur und eine offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on zei­gen: Bei uns sind alle will­kom­men.

Schritt für Schritt wach­sen

Nicht jeder Ver­ein kann sofort alle Vor­aus­set­zun­gen schaf­fen. Inklu­si­on ist ein Ent­wick­lungs­pro­zess. Wich­tig ist, den ers­ten Schritt zu gehen und Erfah­run­gen zu sam­meln.

War­um sich die­ser Weg lohnt

Inklu­si­ve Ver­ei­ne gewin­nen nicht nur neue Mit­glie­der. Sie schaf­fen Gemein­schaft, för­dern gegen­sei­ti­gen Respekt und ermög­li­chen Kin­dern und Erwach­se­nen wert­vol­le Erfah­run­gen im Mit­ein­an­der. Davon pro­fi­tie­ren letzt­lich alle Betei­lig­ten.

Inklu­si­on bedeu­tet nicht, für ein­zel­ne Men­schen etwas Beson­de­res anzu­bie­ten. Inklu­si­on bedeu­tet, Ver­eins­le­ben so zu gestal­ten, dass mög­lichst vie­le Men­schen selbst­ver­ständ­lich dazu­ge­hö­ren kön­nen.

Noch mehr Fra­gen rund ums Schwim­men ler­nen, beant­wor­ten wir auf unse­rer Rat­ge­ber-Sei­te.

Über uns

Die Schwimm­kurs­su­che ist ein Ange­bot der GFS Gesell­schaft zur För­de­rung der Schwimm­fä­hig­keit gUG (haf­tungs­be­schränkt)

In Koope­ra­ti­on mit dem Deut­schen Schwimm­leh­rer­ver­band und der Stif­tung Deutsch­land Schwimmt